Auftakt zur Qualifizierungs- und Exkursionsreihe für Imame in Hamburg

Mit einem Besuch des Hamburger Rathauses begann am 26.09. die Qualifizierungs- und Exkursionsreihe für Imame. Hierbei handelt es sich um ein Projekt, das gemeinsam von den islamischen Religionsgemeinschaften SCHURA, DITIB und VIKZ sowie der BASFI, der Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) und der Senatskanzlei konzipiert und durchgeführt wird. Ziel ist es, Imamen der islamischen Religionsgemeinschaften bessere Einblicke und Kenntnisse der politischen und gesellschaftlichen Strukturen Hamburgs zu ermöglichen.

In den Moscheegemeinden spielen die Imame eine wichtige Rolle. Vor allem sind sie Multiplikatoren, die religiöse wie gesellschaftliche Themen an die Menschen herantragen können. Sie können viel dazu beitragen, den Islam und die Muslime als aktiven Teil dieser Gesellschaft zu verankern. Hierzu braucht es aber Wissen und Kenntnisse über Staat, Politik und Geschichte, Schule und Arbeitswelt, soziale Institutionen und die Zivilgesellschaft. Das will dieses Bildungsprojekt über das nächste Halbjahr in mehreren Modulen vermitteln.

Der Auftakt war nun im Rathaus, wo 19 teilnehmende Imame aus verschiedenen SCHURA-Mitgliedsgemeinden von Staatsrat Jan Pörksen (BASFI) für die Stadt und Imam Zulhajrat Fejzulahi (SCHURA) für die islamischen Religionsgemeinschaften begrüßt wurden. In diesem ersten Modul sollten die Imame das politische System Deutschlands kennen lernen und Informationen zu den Besonderheiten des politischen Systems im Stadtstaat Hamburg und zur Geschichte Hamburgs erhalten. Hierzu gab es einen Vortrag mit anschließender Möglichkeit zu Diskussion und Austausch, wovon rege Gebrauch gemacht wurde.

Von allen Beteiligten wurde die Auftaktveranstaltung als sehr gelungen bewertet. In den kommenden Monaten werden weitere Module folgen: So im Haus der Familie St. Pauli und der Beratungsstelle i.bera zu den Themen Erziehung und häusliche Gewalt, in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme zu den Themen Nationalsozialismus und heutige Erscheinungsformen von Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus, in einer Jugendberufsagentur zum Thema Arbeit und Ausbildung, in der Hauptkirche St. Petri zum Thema religiöse Vielfalt in Hamburg, in der Zentralbibliothek zum Thema Partizipation im Stadtteil am Beispiel St. Georg sowie Schulbesuch mit Unterrichtshospitation.