Brutaler Terror-Anschlag auf Moscheen in Neuseeland

Durch eine brutale Gewalttat wurden in Neuseeland nach Angaben der Polizei mindestens 49 Muslime, die sich zum Freitagsgebet versammelt hatten, in Moscheen getötet. Weitere 48 werden mit Schusswunden in Krankenhäusern behandelt. Die neuseeländische Regierung geht von extremistischen, rechtsgerichteten, gewalttätigen Terroristen aus, von denen einer sogar die Gewalttat gefilmt und ins Internet übertragen habe.

SCHURA – Rat der Islamischen Gemeinschaften in Hamburg ist zutiefst schockiert über dieses Ausmaß an rassistischem Hass, der in brutale Gewalt gegenüber Muslimen mündete und viele Tote und Verletzte in Neuseeland forderte. „Unsere Gebete und Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien, die eine erschütternd schwierige Zeit durchmachen, sowie bei der gesamten muslimischen Community in Neuseeland. Wir verurteilen diese Anschläge aufs Schärfste und hoffen, dass es den Verantwortlichen in Neuseeland gelingt, die Sicherheit für alle Bürger wiederherzustellen und die brutalen Täter zu fassen“ äußert SCHURA-Vorsitzender Daniel Abdin.

Die Polizei wies die muslimische  Bevölkerung darauf hin, in ihren Häusern zu bleiben und keine Moscheen aufzusuchen. Zudem wurden alle staatlichen Gebäude abgeriegelt und Schulen, das Rathaus, die städtische Bücherei und Museen wurden geschlossen. „Dieses Szenario ist erschreckend. Mit Sorge beobachten wir seit geraumer Zeit die ansteigende Muslimfeindlichkeit, die durch diverse wissenschaftliche Studien und Berichte unserer Mitglieder verifiziert ist“ betont Abdin. Die Schura mahne an, dass sie durch den Zuwachs an antimuslimischem Rassismus auch die Sicherheit von Muslimen in Deutschland und Hamburg als gefährdet betrachte und rufe die Verantwortlichen in Politik, Gesellschaft und Medien dazu auf, entschiedener gegen antimuslimischen Rassismus vorzugehen. „Die Sicherheit aller Bürger sollte gewährleistet sein und oberste Priorität haben“  unterstreicht Abdin.

„Wir werden bei dem heutigen Freitagsgebet in unseren Gemeinden Gebete  für die Opfer, ihre Angehörigen und die Verletzten sprechen. Wir wünschen Ihnen viel Kraft und den Verletzten eine schnelle Genesung“ äußert Zulhajrat Fejzulahi als für die Imame zuständiges SCHURA-Vorstandsmitglied.