AlQuds

Zunehmende Eskalation im Nahen Osten bedarf sofortigen Handelns

Mit großer Sorge betrachtet Schura Hamburg die weiterhin zunehmende Eskalation im Nahen Osten. Die Schura habe Ihre Position in dem mit anderen islamischen Dachverbänden gemeinsam veröffentlichten offenen Brief des KRM deutlich gemacht: „Die Verlierer der erneuten Gewalteskalation sind unschuldige Zivilisten. In den vergangenen Jahren sind bei Eskalationen auf beiden Seiten mehrere hundert Menschen gestorben oder wurden verletzt. Nach Jahrzehnten des Konfliktes muss allen deutlich werden, dass es keine Alternative zu einer Lösung gibt, die auf dem Völkerrecht, der gegenseitigen Anerkennung der Grundrechte und dem friedlichen Zusammenleben beruht. Jetzt muss jede weitere Eskalation vermieden werden. Die israelischen Sicherheitskräfte müssen sich zurückziehen, der Raketenbeschuss aus Gaza muss aufhören. Jerusalem darf nicht weiter ein Brandherd sein, sondern ein Ort des Dialoges und des Zusammenlebens.“

Palestina palestine

Wir verurteilen aufs Schärfste Angriffe auf Synagogen oder Drohbriefe an Jüdische Gemeinden.

 

„Mit dem offenen Brief haben wir alle politisch Verantwortlichen dazu aufgefordert, endlich tätig zu werden und zielorientierte Friedensgespräche zu führen.“, so Fatih Yildiz. Mit großem Bedauern stelle man fest, dass die Eskalation auch Auswirkungen auf das Miteinander in Deutschland habe. „Wir verurteilen aufs Schärfste Angriffe auf Synagogen oder Drohbriefe an Jüdische Gemeinden. Das friedliche Miteinander der Religionen spielt für uns eine besondere Rolle und hat eine lange Tradition in Hamburg. Gemeinsam mit dem Landesrabbiner teilen wir uns den stellvertretenden Vorsitz des Interreligiösen Forums in Hamburg wobei das respektvolle Miteinander eine zentrale Rolle spielt. Wir sind gemeinsam gegen jede Form von Gewalt und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.“ so Özlem Nas.

israel David Stern

Eskalationsspirale

Es sei anzunehmen, dass in den kommenden Tagen weitere Kundgebungen, wie am Mittwoch erfolgt, stattfinden. Die Absperrung des Damaskus-Tores am Ende des Fastenmonats Ramadan, die drohende Vertreibung palästinensischer Familien aus ihren Häusern in dem Ostjerusalemer Viertel Sheikh Jarrah und der Umgang mit muslimischen Gläubigen in der Al-Aqsa-Moschee habe zu einer Eskalationsspirale geführt, unter der Zivilisten und vor allem Kinder leiden.

Damascus Tor Damascus Gate

Kritik an dem Umgang der israelischen Regierung mit den Palästinensern darf nicht vermischt werden mit Antisemitismus

Politische Interessen dürfen nicht über Menschenleben stehen. Es ist wichtig, für einen gerechten, völkerrechtskonformen Umgang einzustehen und die Stimme gegen Gewalt zu erheben. Wir möchten jedoch mit aller Deutlichkeit hervorheben, dass die Kritik an dem Umgang der israelischen Regierung mit den Palästinensern nicht vermischt werden darf mit Antisemitismus. Antisemitische Parolen und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit gegen die jüdische Bevölkerung verurteilen wir aufs Schärfste. Als eine der am stärksten von Rassismus betroffenen Gruppierungen wissen wir sehr wohl um den Schmerz des Hasses, der Ausgrenzung und der verbalen sowie körperlichen Gewalt und stellen uns entschieden dagegen.“, so Nas.  Alle Veranstalter*innen und Teilnehmer*innen von Kundgebungen seinen dazu aufgerufen, friedlich und besonnen zu bleiben, Respekt zu wahren und die Würde aller zu achten.

Kalgemauer

Schura Hamburg verurteilt den reflexartigen Ruf nach Kündigung des Staatsvertrages

Ebenso verurteile der Rat den reflexartigen Ruf nach Kündigung des Staatsvertrages. „Der konstruktive Austausch, dem einige Staatsvertragsgegner mantraartig den Riegel versuchen vorzuschieben, stellt eine wichtige Basis des Miteinanders in unserer Stadt dar. Die Ausgrenzungsversuche und die Bezeichnung der „Unwürdigkeit“ als Vertragspartner führen zu einer Stigmatisierung und werden der aufrichtigen Überzeugung an einem friedlichen Miteinander in unserer Stadt kontinuierlich zu arbeiten nicht gerecht.“, äußert Fatih Yildiz.

sander crombach uTjrKwK6N s unsplash

Schura Hamburg für konstruktiven Austausch in gegenseitigem Respekt und in Achtung der Würde aller Mitmenschen

Schura Hamburg setze sich weiterhin ein für einen konstruktiven Austausch aller gesellschaftlichen Gruppen in gegenseitigem Respekt und in gegenseitiger Achtung der Würde aller Mitmenschen.