Die SCHURA verurteilt Schändung des Korans und Angriff auf den gesellschaftlichen Frieden scharf

Pressemitteilung

Während einer Demonstration vor dem Islamischen Zentrum Hamburg kam es zu einem unannehmbar grenzüberschreitenden Vorfall. „Eine Gruppe von Demonstrierenden hat in der Nähe des Islamischen Zentrums Hamburg mit lauten Parolen ihre Abscheu gegenüber dem Koran und dem Propheten (Friede sei mit Ihm) kundgetan, demonstrativ Seiten aus dem Koran herausgerissen, auf sie getreten und sie angezündet. Wir verurteilen diese Form des entwürdigenden Umgangs mit religiösen Heiligtümern aufs Schärfste und werden Strafanzeige stellen. Diese grenzüberschreitende Tat verletzt nicht nur die religiösen Gefühle von MuslimInnen, sie stellt gleichzeitig eine gefährliche Provokation dar, um den gesellschaftlichen Frieden gewaltsam zu stören, denn für MuslimInnen ist der Koran die wörtliche Offenbarung Gottes und gilt als heilig.“, so Fatih Yildiz, Vorsitzender der SCHURA.

Immer wieder erreicht die Schura Nachrichten von Angriffen und übergriffigem Verhalten auf das Islamische Zentrum. Die Gemeindemitglieder werden beim Zugang zur Moschee bedrängt und angepöbelt. Demonstrierende dringen in das Moscheegelände ein und versuchen die Gemeinde zu stürmen. Gemeindebesuchende und Geistliche werden verbal attackiert und körperlich bedrängt. Diese Reihe von Angriffen, in denen Hass und Hetze geschürt wird, wird immer weiter fortgesetzt. Dieses Verhalten von Demonstrierenden hat eine inakzeptable Form angenommen, die von den Sicherheitsbehörden unterbunden werden muss.

Das Äußern von Protesten gegen Regierungen ist legitim, sofern keine Grenzen der grundgesetzlich verankerten Freiheiten der BürgerInnen in Deutschland verletzt werden

„Das Äußern von Protesten gegen Regierungen ist legitim, sofern keine Grenzen der grundgesetzlich verankerten Freiheiten der BürgerInnen in Deutschland verletzt werden. Angriffe auf religiöse Heiligtümer und Gebetsstätten sind gleichzeitig Angriffe auf die Religionsfreiheit und die gelebte Vielfalt in unserer Stadt. Wir begrüßen, dass die Polizei die Ermittlungen aufgenommen hat, denn diese verachtende Form des Umgangs mit religiösen Heiligtümern stellt eine sehr ernstzunehmende provokante Handlung dar, die die Störung des gesellschaftlichen Friedens billigend in Kauf nimmt. Dies muss dringend unterbunden werden.“, so Özlem Nas, stellvertretende Vorsitzende und Antirassismus-Beauftragte.

 

SCHURA Hamburg

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