SCHURA Hamburg: Kein Platz für Nationalismus, Hass und Gewalt

Mit großer Sorge betrachtet SCHURA – Rat der Islamischen Gemeinschaften in Hamburg die Folgen des Angriffes der türkischen Armee und verbündeter Milizen auf die syrische Provinz Afrin. Es sei zutiefst bedauerlich, dass hierdurch Tod und Zerstörung auch noch in einen der wenigen Landesteile Syriens getragen würde, der bislang vom Krieg weitgehend verschont blieb. „Unsere Trauer und unsere Gebete sind bei allen Menschen unabhängig von Herkunft oder Religion, die jetzt getötet oder verwundet werden, deren Existenzgrundlage zerstört wird oder die zu Flüchtlingen werden müssen" so der SCHURA-Vorstand in seiner aktuellen Stellungnahme. Man wünsche allen Menschen in Syrien in erster Linie endlich die Möglichkeit eines Lebens in Frieden und Sicherheit.

In aller Entschiedenheit wendet sich der SCHURA-Vorstand gegen jegliche Versuche, die Konfliktlinien dieses Krieges in die deutsche Gesellschaft zu tragen. Zu SCHURA gehörten türkische wie kurdische Moscheegemeinden. „Da gibt es unterschiedliche Menschen, die zu diesem Krieg ganz unterschiedliche politische Meinungen haben." Als Vorstand einer islamischen Religionsgemeinschaft sehe man die vorrangigste Aufgabe darin, die Betroffenen zu Frieden, Verständigung und Ausgleich anzuhalten.

SCHURA distanziert sich nachdrücklich davon, wenn nationalistische Parolen etwa zur Unterstützung der türkischen Armee religiös grundiert würden. „Dies ist ein nicht hinnehmbarer Missbrauch der Religion zu politischen Zwecken" so der SCHURA-Vorstand. Wenn solches in Mitgliedsgemeinden vorkommen sollte, werde man dies konsequent unterbinden. Umgekehrt verurteile man genauso Angriffe von DITIB-Moscheen durch mutmaßliche PKK-Sympathisanten. „Nationalismus, Hass oder gar Gewalt dürfen hier keinen Platz haben."

Koordinierungsstelle Prävention und Lotsenberatung für die SCHURA Hamburg Informationsveranstaltung für Imame zum Thema „Islamfeindlichkeit"

Am 22.11.2017 fand eine Informationsveranstaltung für Imame der SCHURA-Gemeinden zum Thema „Islamfeindlichkeit" in der islamischen Gemeinde Hamburg- Centrum Moschee, statt.

Zwölf Imame aus u.a. dem islamisch-albanischen Kulturzentrum Hamburg e.V., dem Said-I Nursi islamischen Bildungszentrum Wilhelmsburg e.V., der islamischen Gemeinde Hamburg-Centrum Moschee, dem anatolischen Zentrum für islamische Kultur und Forschung e.V., der islamischen Gemeinde Harburg e.V., der islamischen Gemeinde Neuenfelde e.V. sowie der Verein Baitunnisa e.V. nahmen an der Veranstaltung teil.

Weiterlesen: Koordinierungsstelle Prävention und Lotsenberatung für die SCHURA Hamburg...

SCHURA wählt Vorstand und strukturiert Vorstandsarbeit neu

Am 19.11. fand die SCHURA-Mitgliederversammlung in der Bosnischen Moschee statt. Im Mittelpunkt standen diesmal einige Satzungsänderungen zur Neustrukturierung der Vorstandsarbeit sowie die turnusmäßige Neuwahl des Vorstandes. Zunächst wurde aber die Abu-Hanifa-Moschee (Islamisch-Afghanisches Zentrum Abu Hanifa e.V.) als neues Mitglied aufgenommen. SCHURA gehören damit 55 Mitglieder an bestehend aus 37 Moscheegemeinden und 18 sonstigen islamischen Vereinen.

Weiterlesen: SCHURA wählt Vorstand und strukturiert Vorstandsarbeit neu

SCHURA Aufruf zur Bundestagswahl: Muslime stimmen für Demokratie und Pluralismus!

SCHURA – Rat der Islamischen Gemeinschaften in Hamburg hat alle wahlberechtigten Muslime dazu aufgerufen, am kommenden Sonntag zur Wahl zu gehen. „Wer als Muslim Bürger dieses Landes ist, sollte auf jeden Fall von seinem demokratischen Recht Gebrauch machen und seine Interessen auch an der Wahlurne zur Geltung bringen" erklärte SCHURA-Vorsitzender Mustafa Yoldaş. Wer nicht wählen ginge, würde damit im Endeffekt rechtspopulistische und islamfeindliche Parteien wie die AfD stärken. Die AfD trete im Wahlkampf immer wieder mit Hetze gegen Muslime und Flüchtlinge hervor und ihr Programm ziele auf die Ausgrenzung der Muslime in Deutschland. „Wenn diese Partei im Bundestag wohl nicht zu verhindern sein wird, dann mit anteilig so wenig Stimmen wie möglich. Deshalb zählt jede Stimme" sagt der SCHURA-Vorsitzende.

SCHURA ruft die Muslime dazu auf, die Programmatik der demokratischen Parteien und die Kandidaten danach zu prüfen, wer entschiedener für Demokratie und Pluralismus eintritt. „Dies sind für uns zentrale Werte, die gerade in dieser Zeit umso mehr verteidigt werden müssen" so der SCHURA-Vorsitzende. Konkret sei für Muslime relevant, ob und wie sich Parteien gegen Rassismus, Islamfeindlichkeit und Diskriminierung von Muslimen, für eine gleichberechtigte Anerkennung islamischer Religionsgemeinschaften sowie eine humane Flüchtlingspolitik einsetzten.

Eine klare Absage erteilt SCHURA insbesondere aus dem Ausland kommenden Aufrufen zum faktischen Wahlboykott wie vom türkischen Präsidenten Erdoğan. „Wir sind in Deutschland lebende Muslime, nehmen als Bürgerinnen und Bürger dieses Landes unsere demokratischen Rechte wahr und treffen unsere Wahlentscheidung nach unseren hiesigen Interessen" so der Schura-Vorsitzende Yoldaş.

Zusätzliche Informationen